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Gas- und Dampfkraftwerk in Betrieb

Es ist eines der modernsten und effizientesten Großkraftwerke in Deutschland. Und es basiert auf dem gemeinschaftlichen Engagement von 28 kommunalen Energieunternehmen: Heute wurde in Hamm das erste Gas- und Dampfkraftwerk der Trianel-Gruppe in Betrieb genommen.

Die STAWAG ist mit einer "Kraftwerksscheibe" von rund 140 Megawatt Leistung zweitgrößter Anteilseigner.

"Für uns ist das neue GuD-Kraftwerk ein wichtiger Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit von den großen Energiekonzernen", sagte Dieter Attig, Vorstandsvorsitzender der STAWAG und einer der Initiatoren für das neue Kraftwerk, anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme in Hamm. "Unser Anteil an diesem  Kraftwerk deckt theoretisch die Hälfte des Aachener Strombedarfs. Damit werden wir deutlich freier von den Preisschwankungen am Großhandelsmarkt, der fest in der Hand der großen Konzerne ist." Ein Vorteil, der mittelfristig den Aachener Bürgerinnen und Bürgern zugute komme.

Auch Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, hob im Rahmen der Feierlichkeiten in Hamm besonders die positiven Effekte des Stadtwerke-Engagements für den Wettbewerb hervor. Sie lobte die kommunalen Energieunternehmen zugleich als wichtige Partner der Landesregierung bei ihren Bemühungen um Umwelt- und Klimaschutz.

Das in technologischer wie ökologischer Hinsicht modernsten Standards entsprechende Gas- und Dampfturbinenkraftwerk der Trianel-Gruppe hat eine Leistung von 850 Megawatt und einen Wirkungsgrad von fast 58 Prozent. Zum Vergleich: Moderne Steinkohlekraftwerke erreichen etwa 45 Prozent. Pro Jahr können im GuD-Kraftwerk in Hamm rund 6,4 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt werden, was in etwa 1,2 Prozent des gesamten Bedarfs in Deutschland entsprechen würde. Die Investitionen in den Bau der Anlage beliefen sich auf rund 450 Millionen Euro; in Hamm wurden durch die Anlage dauerhaft rund 40 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bei aller festlichen Stimmung gedachten die rund 400 Gäste bei der heutigen Feier zur Inbetriebnahme des GuD-Kraftwerks in Hamm jedoch auch der Arbeiter, die gestern auf der Baustelle eines Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich tödlich verunglückt sind. Mehrere Redner sprachen vor allem den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen ihre Anteilnahme aus.

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